Vorgelesen: Free Poetry – 24 Gedichte aus 150 Werbeslogans.

Kann Werbung Kunst sein? Kann sein.
Beim Durchstöbern meiner 7 Bücher habe ich “Free Poetry” von Ulrich Nausner wieder entdeckt. In seinem Lyrikband verdichtet der Textkünstler die Kreativleistung deutschsprachiger Werbetexter. Das Ergebnis: 24 Gedichte aus 150 Werbeslogans. Kann sich lesen lassen. Aber, lesen Sie selbst.

Auf der sicheren Seite.
Die Freiheit nehm’ ich mir.
Weil ich noch viel vorhab.
Flexibel wie das Leben.
Unter den Flügeln des Löwen.
Vertrauen verbindet.
Freundlich und Fair.
Träume brauchen Sicherheit.
Die Zukunft kann kommen.
– Ulrich Nausner, „Free Poetry“

Nausner, der selbst auch Werbetexter und Songwriter ist, beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit mit dem Spannungsfeld zwischen Werbung und Kunst. Meist kritisch, aber auch gerne humorvoll wie in seinem 2006 erschienenen Werk.

in Formation
Das Wissen der Welt.
Man kann ja nicht alles wissen.
Bild dir deine Meinung.
Dem Gesamtbild zuliebe.

Gehört gehört

Mitten im Film.
Hier spielt das Leben.
Ich sehe was ich will.
Das will ich sehen.
– Ulrich Nausner, „Free Poetry“

Bekannte Werbesprüche in verändertem Kontext mutieren plötzlich zu Poesie. Mit seinem intelligenten Arrangement verbindet Nausner Vertrautes mit Vertrautem. Und lässt so auf spielerische Art Neues entstehen.

Tipp: Lesen!
Viele der in “Free Poetry” verarbeiteten Slogans kennt fast jedes Kind. Man muss also kein Werbetexter sein, um sich beim Lesen des kurzweiligen Büchleins köstlich zu amüsieren. Aber schaden tut es nicht. So oder so: Gute Unterhaltung!

Nähere Infos und aktuelle Projekte des Künstlers finden Sie auf seiner Webseite: www.ulrichnaunser.com

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Vorgelesen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>